Realisierte WMS-Projekte

SALT Solutions GmbH

SAP LES und [s]-warehouse® steuern AKL beim Automobilzulieferer Mahle

Kunde

Mahle

Fertigstellung

31.08.2005

Land

Deutschland

Branche

  • Automobil

Beschreibung

Aufgabenstellung

19.500 Umdrehungen pro Minute und eine Beschleunigung von 0 auf 200 km/h innerhalb von 0,001 Sekunden! Utopische Zahlen? Nicht für Produkte von Mahle. Sechs von zehn Teams in der Formel 1 setzen auf Motorsportkomponenten des weltweit führenden Systemlieferanten. Aber nicht nur in Rennboliden verrichten Mahle-Produkte ihren Dienst. Überall, wo Verbrennungsmotoren arbeiten, ist auch Mahle aktiv.
Zur Stärkung ihrer Position im weltweiten Markt hat die Mahle-Gruppe die Handels- und Logistikaktivitäten in der Mahle Aftermarket GmbH gebündelt. Neben dem Produktmanagement betreut ein technischer Service die Kunden.
Damit auch die Logistik stimmt, wurden im Zentrallager Schorndorf bei Stuttgart entsprechende Vorkehrungen getroffen: Die aktive Lagerfläche erweiterte Mahle um 50 Prozent auf insgesamt 30.000 Quadratmeter. Zusätzlich wurden in mehreren Phasen die Logistiksysteme erneuert.

Sicherung der Leistungsfähigkeit
In der ersten Phase ersetzte man einen bestehenden Materialflussrechner (MFR) durch [s]-warehouse, das Warehouse Management System der SALT Solutions. [s]-warehouse sollte ein automatisches, doppeltiefes Lager mit 12.000 Plätzen steuern.

Die Schwierigkeit: Zum veralteten System gab es weder eine Dokumentation, noch waren die Telegramme zur unterlagerten Steuerung und zum übergeordneten Lagerverwaltungssystem (LVS) normiert.

Die Realisierung der ersten Projektphase inklusive der Modernisierung der unterlagerten Steuerung erfolgte innerhalb von zwei Monaten. Die Wochenenden wurden für umfassende Testläufe genutzt, um eine reibungslose Kommunikation zum LVS und zur unterlagerten Steuerung sicherzustellen. Denn bei einer Performance von mehr als 800 Lagerbewegungen pro Tag und einem Füllgrad von nahezu 100 % konnte sich Mahle selbst einen noch so kurzen Ausfall des Lagers nicht erlauben.

LES und [s]-warehouse als neues Lagerverwaltungssystem
Eine weitere Projektphase umfasste die Einführung von SAP LES als neues LVS im Bereich Motoren/Kolben. Teile der Lagerverwaltung wurden dabei von [s]-warehouse übernommen. Vorteil für Mahle: Der bereits eingeführte MFR wurde zum LVS ausgebaut. Das AKL ist im LES als „Black- Box-Lager“ definiert. LES hält für das AKL den summarischen Bestand und übernimmt für alle manuellen Lager die komplette Bestandsführung. Die Kommunikation erfolgt per Standard-IDOC. LES erzeugt die WMTransportaufträge und sendet diese an [s]-warehouse. [s]-warehouse wählt nach Auftragsfreigabe ein Lagerquant aus und bildet im Leitstand die physisch auszuführenden Transportaufträge beziehungsweise Fahrbefehle. Anschließend werden die Aufträge an die unterlagerte Steuerung des AKL übergeben. Nach Ausführung des Transportes wird ein Quittungstelegramm an [s]-warehouse gesendet. Von dort werden Transportaufträge in Echtzeit an SAP-LES quittiert. Die Packstückdaten und der Sendungsabschluss werden in einem separaten IDOC an SAP-SD gemeldet. Damit stehen sämtliche Daten zu Aufträgen und Lagerbeständen immer aktuell in SAP R/3 zur Verfügung. Die in [s]-warehouse hinterlegten Ein- und Auslagerstrategien beschleunigen die Prozesse und sorgen für eine optimale Auslastung im Lager. Über einen Leitstand können alle Lagerbewegungen überwacht werden. Der Disponent kann manuell in die Planung eingreifen, um beispielsweise Aufträge mit hoher Priorität bevorzugt abzuarbeiten.

Einheitliche Plattform für idealen Datenfluss
[s]-warehouse ist auf der SAPEntwicklungsplattform Basic Components programmiert und nutzt einen eigenen Namensraum. „Damit kann das LVS voll in SAP integriert werden, ohne die Releasefähigkeit des ERPSystems zu beeinträchtigen“, sagt SALT-Projektleiter Daniel Dömming. Je nach Anforderung wird entweder der Standardprozess in LES genutzt oder Teilprozesse im [s]-warehouse aktiviert. [s]-warehouse eignet sich zur Steuerung von hochautomatischen Lagern, zur Anbindung von mobilen Datenterminals und zur Integration von Staplerleitsystemen direkt auf der SAP-Plattform.

„Mahle besitzt heute durch die einheitliche IT-Architektur auf SAP-Basis ein extrem stabiles Logistiksystem ohne Schnittstellen und Systembrüche. In den Lagern der Mahle Aftermarket GmbH stieg der Durchsatz und die Prozesssicherheit deutlich“, sagt Roland Barchet, Projekt- und Lagerleiter bei Mahle.

Das Unternehmen
Der Mahle Konzern ist mit mehr als 38.000 Mitarbeitern an 70 Standorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien einer der führenden Zulieferer der internationalen Automobil- und Motorenindustrie. Mahle erwirtschaftet einen Umsatz von mehr als 3,75 Milliarden Euro. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Systeme und Komponenten für Verbrennungsmotoren, von Kleinmotoren über Pkw- und Nutzfahrzeug-Motoren bis hin zu Großmotoren in stationärer oder mobiler Anwendung, wie etwa der Schifffahrt. Mahle beliefert nicht nur alle großen Automobilkonzerne mit Kolbensystemen, Zylinderkomponenten, Ventiltriebsystemen sowie Luftmanagement- und Flüssigkeitsmanagement-Systemen. Auch Handel, Werkstätten und Motoreninstandsetzungsbetriebe gehören zum Kundenkreis.

Projektlaufzeit

Mrz 2004 - Mai 2004
Februar 2005 - August 2005

Systemkomponenten

IBM xSeries 345

Benötigte Software

  • db 2
  • SAP BC 4.6C

Systemumgebung

Windows 2000

Ansprechpartner

Sven Ludwig

Vertrieb

Telefon: +49 (931) 3573 - 486

sven.ludwig@salt-solutions.de